ist der Name unseres Dojo (Ort, um den Weg zu üben), hier konkret den Bogenweg zu praktizieren. Dort gibt es ein, nach vorne offenes, Holzgebäude zum Aufenthalt, ausgestattet mit einem Eisenofen, um den wir im Winter sitzen können, und ein
Pfeilfanghaus mit großer Bogenscheibe, und eine weitere Scheibe, damit zwei Gruppen unbeeinflusst voneinander üben können.
Der Ort ist benannt nach einem chinesischen Zenmeister namens Yün-men Wenyan, dem Meister vom Wolkentor-Berg in China. Von ihm stammt das berühmte Zitat: „Über Zen reden ist, wie einem toten Gaul Medizin verabreichen!“ Für Übende im Wolkentor heißt das: Es gibt nichts zu reden, nichts zu diskutieren, sondern es geht darum, durch unser Üben, die Macht unseres Ichs zu erkennen und zu lernen, es aufzulösen wie eine Wolke, um zu einem Ichlosen Tun voranzuschreiten, unser Ich so zu transformieren, dass es unserer Entwicklung nicht mehr im Wege steht. In einer deftigen Anekdote von Meister Yün-men lautet das so: Ein Mönch fragt den Meister: „Was ist das Problem?“ Der Meister erwiderte auf die für ihn bezeichnende derbe und sarkastische Weise: „Dass du den Gestank deiner eigenen Scheiße nicht bemerkst!“
Es geht also darum, sich auf einen Weg zu begeben, an dessen Ergebnis nicht die
Selbstverwirklichung steht, sondern der Weg selbst im Sinne einer Einbindung meines Lebens in eine höhere Ordnung.

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